…with open sores and open jaws
Wenn ich Soundtracks schreiben würde, müssten sie wie Feuerwerk klingen. Düstere Stimmung in grellem Licht, kalte und weiße Funken. Aggressive Euphorie ist das grausamste aller Mittel, das den eigenen Organismus befallen kann. Gedanken an damals, hervorgekramt aus dunklen Schubladen, in denen sie besser liegengeblieben wären. Blut, Mengen an Blut in weißem Stoff, Schönheit pervertiert in wenigen Augenblicken. Selbsthass als Folge. Eine Lehre fürs Leben, aber nicht alle Lehren muss man unbedingt durch eigene Erfahrung machen.
Wenn ich Filme machen würde, müssten sie hell und grau sein. Ich bin kein Film Noir Mensch, ich bin für Melancholie in Überbelichtung, grausamem Partikelflirren und rissigem Zelluloid. Ein Filmposter wie das alternative Cover der “Disarm”-Single. Ein überzeichnete Smiley, eine verzerrte Fratze mit blitzenden Zähnen und verkrampftem Mundwinkel. Smile! Bis die Überbelichtung die Netzhaut ausgraut. Schön langsam. Nervenfressend. Synapse für Synapse. In der Hoffnung, das stechende Licht löscht die Erinnerungen.
Manchmal ist man nicht so resistent, wie man es sich selbst einreden will. Und denkt man darüber nach, ist die Welt voll von nagenden Seelenfressern namens Angst. Besser man legt ihnen Leinen an und gibt ihnen Gummiknochen zu spielen. Blutfrei und auch ansonsten sozio-konform.
.x…sjálfur

