Was lange währt…

April 7 2015, 0 Comments

Kampf um den Himmel: Bildmaterial: © Sergey Nivens (59753796) - Fotolia.com, © semisatch (41194060) - Fotolia.comNein, ich bin nicht überzeugt, dass etwas per se gut wird, weil man lange dran gesessen hat. Darum lasse ich die Wertigkeit des Ergebnisses offen. Aber was ich sagen kann: Nach sehr langer Zeit habe ich endlich den ersten Roman meiner Reihe „Kampf um den Himmel“ fertig.
Was als Spielerei begann, und dann eher als Blindtext für meine damalige Arbeit herhalten musste um testen zu können, dann nur eine Nebentätigkeit war, als ich mich selbstständig machte, ist endlich vollendet.

Wenn ich bedenke, dass ich de facto nur wenige Monate an dem Buch wirklich geschrieben habe, dann ärgert es mich schon, dass so viele Jahre vergangen sind, bis ich das Projekt endlich abgeschlossen habe. Zudem habe ich viel Lehrgeld zahlen müssen. Denn ich hatte zwar eine Grundidee bei diesem Roman und der Reihe, aber ich hatte am Anfang einfach los geschrieben, Probleme, die sich mir stellten löste ich erst, als ich sie im letzten Moment schreiben musste. Heute gehe ich beim Plotten weitaus planvoller vor. Und wenn ich das Schreiben des Buches „Die Läuferin“ mit anderen Romanprojekten vergleiche, die ich später begonnen habe, dann sehe ich, dass das Planen mir sehr viel mehr liegt und ich dann weitaus befreiter arbeiten kann, wenn ich mich an meiner Planung entlang arbeiten kann. Wie beim Snooker komme ich eher ins „Gameplay“, wenn alles an seinem Platz ist und ich so alles aufbauen kann. Nur blöd, wenn man einen halbfertigen Roman hat und denkt, dass man den doch mal eben fertig stellen kann. Nebenbei schrieben sich andere Geschichten viel leichter runter und das eine oder andere Mal dachte ich darüber nach „Die Läuferin“ ganz in der Versenkung verschwinden zu lassen. Schließlich wollte ich mich nicht mit einer Geschichte quälen, welche „nur“ ein Stück Unterhaltungsliteratur werden sollte.

Ich mag allerdings keine Dinge, die ich nicht zu Ende bringe. Dieses Scheitern nervt mich. Also blieb das Buch immer im Hinterkopf und ein, zwei Monate im Jahr nahm ich mich zusammen und sah das Schreiben an diesem Buch als meine Hauptaufgabe an. Nach dem Schreiben der letzten Sätze wollte ich das Buch nie wieder sehen. Doch während es in Korrektur ging und für mich ruhte, plante ich die weiteren Bände und beschäftigte mich wieder gerne mit der Geschichte. Und bevor ein Buch erscheint müssen schließlich noch andere Arbeiten erledigt werden, als das Schreiben allein. Welchen Veröffentlichungsweg wählt man? Agentur, Verlag, Selfpublishing und wenn letzteres über welche Dienstleister? Und wenn man letztes angeht, dann kommt das Lektorat, das Marketing, mit dem Marketing kommt die Gestaltung hinzu…

Wenn sich also Leser für dieses Buch finden sollten, die schließlich gerne mehr aus der Welt der Läuferin erfahren möchten: Ich schreibe gerne weiter. Und ich weiß jetzt, dass ich nicht Jahre benötigen werde um die Folgebände fertigzustellen.

Leave a Reply

Copyright 2012